Rennradtour Col d’Allos, 2.250m, Frankreich

Au revoir Pra Loup

Nach der Reise zum Mond stand einen Tag später die Fahrt auf den Col d’Allos auf der Rennradspeisekarte 🙂 . Gestartet wurde wieder direkt in Pra Loup und ich freute mich auf einen weiteren Tag im französischen Département Alpes-de-Haute-Provence. Schon fast kitschig präsentierte sich dieser letzte Tag und ich genoss die Kletterei sehr, ohne daran zu denken, wie sich die Abfahrt wohl anfühlen würde…..

Zuerst schlängelt man sich durch eine wunderbare Schlucht stetig bergauf, ehe man nach einigen Waldpassagen und wunderbaren Fotokulissen eine etwas unspektakuläre „Passhöhe“ erreicht.

Etwas traurig ragt auf einem kleinen Erdhaufen eine braune Tafel empor, die einem anzeigt, am Col d’Allos zu stehen. Die Auffahrt ist nicht wahnsinnig schwierig, da die Steigungsprozente sehr gering ausfallen.  An schmale Straßen hat man sich nach einigen Tagen auch gewöhnt und so diente diese Auffahrt als reine Genusskletterei.

Besonders spannend war, dass ich genau den gleichen Rennradfahrer aus Slowenien (der mit mir die letzten Kehren auf die Bonette fuhr) wieder traf. Im letzten Moment wurde aus einem „Salut!“ dann doch ein kurzes „Hi!“ und ich musste schmunzeln, wie klein doch die Welt ist….

Der Col d’Allos besticht mit seiner atemberaubenden Landschaft. Die saftigen Wiesen und der prächtige Wald, erinnerte mich doch sehr stark an unsere schöne Heimat Österreich.

Die Abfahrt zum Pass ist auf alle Fälle ein Abenteuer der besonderen Art! Geht es anfangs noch normal auf engen Straßen vorbei an Wasserfällen bergab, wird die Straße in der Schlucht immer enger und spektakulärer. Die Straße frisst sich regelrecht in den Berg hinein und der Puls schlägt immer schneller.

Meine Nerven wurden bei dieser Abfahrt wirklich strapaziert und ich war so unendlich froh, als ich diese Abfahrt hinter mich hatte und es endlich wieder bergauf nach Pra Loup ging.

Nach meinen Recherchen stürzte Alberto Contador bei der Abfahrt im oberen Teil des Col d’Allos bei der Tour de France 2015. Wäre er im unteren Teil, in der Abfahrt des ‚Grauens‘, gestürzt, dann hätte das sicher böse geendet.

Zum Glück las ich darüber erst, als ich wieder sicher im Hotel gelandet bin 😉 . Der  letzten Abend wurde in Barcelonette noch sehr genossen, nachdem ich in einer bezaubernden Pâtisserie einen glutenfreien Kuchen fand, Herz was willst du mehr?

Fazit:

Landschaftlich top, allerdings braucht man starke Nerven bei der Abfahrt. In den Monaten Juli und August ist der Pass übrigens Freitag vormittags den Radfahrern vorbehalten. Weiterer Pluspunkt, der Pass ist kaum von Tourismus überlaufen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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4 Kommentare bei „Rennradtour Col d’Allos, 2.250m, Frankreich“

  1. Wirklich eindrucksvoll!! Dein Bergtrikot ist wohl verdient und steht dir super gut!

    1. Liebe Kathrin,
      merci für deine Blumen!!! Freue mich auf einen gemeinsamen ride – vielleicht ja schon nächstes Jahr?! Lg

  2. Deine Berichte sind immer faszinierend. Und auch die dazugehörigen Fotos. Weiterhin viel Spaß beim Radfahren und alles Gute.

    Gerhard

    1. Vielen Dank!Das freut mich sehr, wenn dir meine Beiträge gefallen!!! Lg Nina

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