Rennradtour Col de la Bonette 2.715m, Frankreich

Einmal zum Mond und zurück

Eine Mondlandung mit meiner Rennsemmel, ja so etwas gibt es wirklich!!!! Eingecheckt wurde in Jausiers und dort wartete auch schon Peter auf uns. Ich habe mich sehr auf diesen Tag gefreut, denn Peter kannte ich bereits vom Ötztaler Radmarathon und dem Dreiländergiro. Dieser Tag war schon von Beginn an perfekt! Meine heimlichen Gebete wurden nämlich erhört und P.S. hatte endlich ein Rennrad!!! So machten Peter, P.S. und ich uns auf den Weg zum ca. 22km entfernten “ Mond“.

Von Beginn an war ich von der atemberaubenden Landschaft fasziniert! Die Straße war sehr gut zum Klettern und auch nicht sehr steil. Da jeder von uns sein eigenes Tempo fuhr, dauerte es nicht lange und ich war wieder einmal alleine unterwegs. Naja, ganz alleine nicht, denn man wurde immer wieder von rücksichtsvollen Motorrädern und Autos überholt. Beeindruckt war ich auch darüber, wieviele Rennradfahrer mit Gepäck fuhren. Für mich wäre das absolut undenkbar und ziehe vor jeden einzelnen Kämpfer mit Gepäck meinen Helm!

Meine nächste Begegnung war eine ganz besondere. Kurz nach dem See erblickte ich einen Rennradfahrer der sehr sportlich unterwegs war und es dauerte nicht lange, bis wir nebeneinander fuhren. Mein übliches ‚Je ne parle pas francais‘ kam mir wie geschmiert über die Lippen und wir unterhielten uns auf Englisch. Bald stellten wir fest, dass wir geografische Nachbarn sind.

So traten der Slowene und die Österreicherin plaudernd in die Pedale und genossen gemeinsam die letzten Kilometer. Die Fotos, die währenddessen entstanden, schoss der Slowene von mir und ich strahlte dabei wie ein Honigkuchenpferd am Rennrad 😉 .

Nach fast 2 Stunden landete ich mit meiner Rennsemmel am Mond, bzw. auf der Col de la Bonette und war sprachlos!!!

So stand ich nun auf dem höchsten, befahrbaren Alpenpass mit einem Slowenen und wartete auf meine ursprünglichen Begleiter. Um die Wartezeit zu verkürzen, wechselten wir uns mit dem Posieren vor der atemberaubenden Landschaft ab. Zum Glück  dauerte es dann nicht all zu lange und ich freute mich über Pint Sipers Premiere mit dem Rennrad und auch mit Peter, der mir freudestrahlend entgegen lächelte.

Überglücklich gratulierten wir uns gegenseitig zum Gipfelsieg und genossen den Augenblick. In der Abfahrt kehrten wir in eine urige Almhütte ein und ließen den Tag Revue passieren. Dort passierte mir ein kleiner Fauxpas, denn ich trug an diesem Tag mein Trikot vom Col de L’Iseran und fragte den Souvenirverkäufer, ob er denn ein Trikot vom Col de la Bonette hätte. Ich bekam prompt zur Antwort, dass der Col de L’Iseran niedriger sei, als der Col de la Bonette und er war sichtlich nicht erfreut über mein Trikot 😉 . Im Endeffekt gab es heuer so und so  keine Trikots und ich ging in diesem Fall leer aus.

Fazit:

Eine landschaftliche Reise zum Mond, die auf alle Fälle einzigartig ist!!! Unvergessliche Begegnungen und Momente mit lieben Menschen in einer traumhaften Kulisse – Herz was willst du mehr?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Kommentar bei „Rennradtour Col de la Bonette 2.715m, Frankreich“

  1. Wieder ein sehr beeindruckender Bericht über die faszinierenden Bergstraße in Frankreich. Und auch die Fotos passen wunderbar dazu.
    Weiterhin viel Spaß beim Fahren und Genießen.

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